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Stipvisite in Osh / Kirgistan und Tashkent / Usbekistan

2 Comments

Khorogh hat mich sehr viel Zeit gekostet und ich muß daher die Rückreise etwas straffen. Osh ist eine Großstadt in Südkirgistan und liegt an der von Norden herführenden Seidenstraße. Von Süden und vom Pamir kommend ist es das ersehnte Ziel wenn eine Reparatur am Auto erforderlich ist. Hier ist man wieder in die Globalisierung eingebunden, es gibt fast alles und wenn nicht, dann sind den Möglichkeiten der Improvisation keine Grenzen gesetzt.

Ich saß im grünen Garten des EcoHouse und schrieb an meinen Blog und updatete diesen auch, da stabiles Internet vorhanden war, mit kleinen Filmbeiträgen vom „Roof of the world“ Festival.

Garten des EcoHouse in Osh.

Am Spätnachmittag unternahm ich noch einen Besuch auf dem Bazar und bummelte durch die Straßen.

Bazar in Osh.

Zum Dinner gabe es eine kleine Fleischplatte, vom Geschmack und der Farbe des Fleisches zu urteilen, war dies wohl ausgesuchtes Pferdefleisch.

Avenue Lenin in Osh.

Der Grenzübertritt nach Usbekistan war unspektakulär. Vor Einreise nach Usbekistan mußte ich mich in der Reihe der Trucks einordnen und hatte so mehr als eine halbe Stunde Wartezeit. Zeit, den „kleinen Grenzverkehr“ zu beobachten. Der Hit ist wohl ein 32“ Farbmonitor aus China, den die Usbeken in Kirgistan kaufen. Die Ausreiseschlange nach Kirgistan ist getrennt nach Geschlechtern, wobei die Frauenschlange die deutlich längere ist.

Bei der Paßkontrolle winkte mich ein Polizeioffizier an den Wartenden vorbei, ich genoß eine Vorzugsbehandlung. Der Zoll war gründlich in seiner Untersuchung aber dann kam plötzlich das „good bye“ und ich reiste zum Zeitenmal in Usbekistan ein.

Die teilweise 4-spurige Straße nach Tashkent führt durch das Feerganatal, die fruchtbarste Region mit Obstplantagen, Wein- und Gemüseanbau. Das Tal ist dichtbesiedelt und die Dörfer reihen sich entlang der Straße an. Es ist der Transitkorridor für das Opium aus Afganistan für Rußland, entsprechend wird auch politisch um den Machterhalt hier gerungen.

Automarkt in Kokand.

 

Blick von der Paßhöhe nach Norden talwärts.

Nach Kokand führt die Straße auf ca. 30 km hoch zum Kamchik-Paß, auf der nördlichen Bergseite führt die Straße ebenfalls wieder ca. 30 km hinab ins Tal. Es war die längste Paßauf- und -abfahrt die ich jemals gefahren bin.

Tashkent erreichte ich am späten Nachmittag, die Hauptstadt mit derzeit 2,4 Mio. Einwohnern. Ein verheerendes Erdbeben im Jahr 1966 zerstörte damals mehr als 100.000 Wohnungen und die Stadt wurde mit einem Gerneralbebauungsplan wieder neu errichtet. Zwar floß auch wieder die sowijetische Architektur ein, doch es wurden Grünanlagen errichtet und breite Avenues eingezogen.

Amir Timur Denkmal.

Heute zeigt sich die Stadt als Moderne mit tolerantem Habitus, was sich insbesondere in der unterschiedlichen Kleidung der Menschen ausdrückt.

Porträtmaler in Tashkent vor italienischem Modehaus.

Italienische Mode ist sehr angesagt, der Usbeke trägt Brioni, wenn man der Werbung Glauben schenken mag.

Museum für Fotokunst.

Der Montag war wieder ein Organisationstag, da mein Transitvisum für Rußland abgelaufen war und ich ein Neues benötige. Um 14 Uhr und nach 2-maliger Rückkehr zum Hotel waren die Unterlagen zusammen und die Gebühr von 80 US-Dollar bezahlt. Entgegenkommenderweise ermöglicht mir das russische Konsulat, den visierten Reisepass bereits am Mittwochnachmittag abzuholen, vorgesehen sind immer Abholtermine am Vormittag.

Timuriden-Museum am Amir Timur Square.

Am frühen Abend ließ ich mich von einem Masseur richtig durchkneten. Es war eine „Mixed-Massage“ die ich am nächsten Tag mit schwerem Muskelkater noch verspürte. Teilweise konnte ich meinen Kopf nicht mehr schmerzfei bewegen, sodaß der Dienstag ein ganz malader Tag war. Ich hatte mich dann noch mit der Reiseagentur verabredet und wir besprachen die Reise von vor vier Wochen und wie eine Reise zukünftig konzipiert werden soll, um Usbekistan noch attraktiver für Gäste aus Deutschland zu machen.

Auf dem nahegelegenen Baazar kaufte ich kulinarische Beesonderheiten mit getrockneten Aprikosen und Walnüssen ein.

Lokale Bäuerinnen auf dem Bazar.

Heute am Mittwoch ist Blogtag, am Nachmittag geht es zum russischen Konsulat und dann beginne ich die Fahrt durch die kasachische Steppe über 2.700 km.

2 thoughts on “Stipvisite in Osh / Kirgistan und Tashkent / Usbekistan”

  1. Harald List sagt:

    Klasse!

  2. HGZ sagt:

    Es sieht alles eine Spur zivilisierter aus

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