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Shiraz

2 Comments

Der heutige Tag soll der Erholung dienen. Die Iraner haben ihren freien Tag mit dem Freitag. Die Wirkung des Antibiotikums hatte noch nicht das erwünschte Ergebnis gebracht, das Frühstück schmeckte mir ordentlich, was jedoch ein gutes Zeichen ist und Besserung wohl in Sicht ist.

Ich machte mich zu Fuß auf, das Shah-Cherag Heiligtum zu besichtigen was ca. 2 km vom Hotel entfernt liegt.

Bäckerei, Shiraz

Das Heiligtum für Shah Cherag enthält den drittheiligsten Schrein der Schiiten im Iran. Das Innere dürfen nur Moslems betend aufsuchen. Als ich ankam wurde mir deutlich gemacht, ich solle warten bis ein Guide mir zur Seite stehen werde. Ich wartete einige Minuten und dann bin ich von einer Frau angesprochen worden, ganz in schwarz gekleidet, mit einer weißen Schärpe auf der in grün „international affairs“ gestickt war. Ich mußte meine Kamera ablegen, da die Mitnahme nicht erlaubt war und gingen dann in den Komplex. Im Eingangstor erklärte sie mir, daß ich sicher ein smartphone dabei hätte und damit photographieren dürfe. Mein Pech ist nur für diesen Blog, ich bekomme die Photos hier nicht auf meinen Rechner zur weiteren Verarbeitung, so muß ich die Besichtigung erzählend voranbringen.

Meine Führerin sprach an der Moschee, mit ihrem knospenförmigen Turm, wie diese Baukunst hier typisch ist und den beiden Minaretts, einen Wächter an, daß er mich ins Innere führen möge. Ich war sichtlich überrascht und stand aber wenige Minuten später vor dem heiligen Schrein. Über dem Grab stand ein flacher Stuhl ohne weiteres Interieur. Wir gingen weiter durch zwei Gebetsräume und plötzlich öffnete sich das Gebäude zu einem großen Raum. Es ist der Gebetsraum, der Platz für 20.000 Gläubige bietet. Ein Mann sprach mich mit einem guten englisch an, ob er mir weiterhelfen könne, was ich bejahte. So erzählte er mir, daß um 12 Uhr Mittag das ca. einstündige Massengebet stattfinden wird. Er zeigte mir einen weiteren verschlossenen Gebetsraum, der mit unzähligen Spiegelfacetten ausgekleidet war, die das Licht ,welches durch eine Seite bunter Glasfenster in den Raum einfiel, farbenprächtig iluminieren.

Eine ca. 3,3 m hohe Marmortreppe ist aus einem einzigen Marmorblock gearbeitet, was mein neuer Freund mit „iranian art“ bezeichnete.

Meine Führerin zeigte mir einen zweiten Grabbau. Wieder mußte sie davor warten, ich ging alleine zum Inneren vor, wo das Grab von Seyed Mir Mohammad aufgebaut ist.

Sie verabschiedete sich danach und reichte mir noch eine bunter Broschüre über das Heiligtum und 6 Thesen über den Islam im Besonderen.

Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckte ich noch eine Post, das Pars Museum und den „second hand“-Basar.

Eine Poststelle in Shiraz.

Pars Museum in Shiraz

“Secondhand Bazar” in Shiraz

Den Nachmittag verbrachte ich ruhesuchend im Hotel. Morgen steht die Fahrt nach Yazd an, die Temperaturen werden heiße,r bevor es dann am Sonntag durch die große Salzwüste der Dash Lut geht. Die Wüste ist u.a. dadurch charakterisiert, daß hier die höchste Temperatur der Erde jemals gemessen worden ist und zwar im Jahr 2005. Ein NASA-Satelit hat die Bodentemperatur mit 70,7° gemessen, was einer Lufttemperatur von 58° entspricht. Die Strecke ist ungefähr 900 km lang und Iraner, denen ich meine Fahrtroute genannt hatte, meinten unisono, ich solle sehr früh morgens losfahren um der ganz großen Hitze etwas auszuweichen.

Da bin ich mal gespannt wie ich und mein Volvo diese Etappen bewältigen werden.

Die Erreichbarkeit meines Blogs ist seit gestern hier wieder möglich, hoffentlich hält dies auch so an.

2 thoughts on “Shiraz”

  1. Christine sagt:

    Spannender Reisebericht, erinnert mich an die Expeditionsreisen von Sven Hedin, dieser war noch mit
    Kamelen unterwegs, mit dem Volvo reist es sich bequemer. Viel Erfolg für die weiteren Etappen.

    1. Die Einladung fürs Mitkommen auf den nächsten Etappen steht.

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