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Von Isfahan in den Süden nach Persepolis

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Nach einem herrlichen Frühstück mit Pancakes und Honig, einem Gemüse-Käse-Eier-Omelett und einer Keksvariation mit Cafè Latte verabscheidete ich mich von dem Mitarbeiter an der Rezeption, der immer ein offenes Ohr für mich hatte, mir einen schnellen Weg aus der Stadt aufzeigte und auch einen guten Wechselkurs gab.

Die Straße Richtung Shriraz führte heute am Mittwoch 27.06. die ersten 50 km durch ein von schroffen Felsen des Zagros Gebirge umsäumtes Tal, die den begehrenswerten Schatten um 7 Uhr morgens schon warfen, sodass die erste Stunde Fahrt in kühler Luft um 24° sehr angenehm war. Danach weitete sich das Tal auf ca. 20 km Breite und Öde setze ein. Die Talbebene ist nicht fruchtbar, es fehlt das Wasser und der Beginn der Desertifikation der Landschaft wird sichtbar.

Nach ca. 350 km erreichte ich die UNESCO Weltkuturstätte Pasargadae, ein Ort an dem die Perser über die Meder 550 v.Ch. siegten und Kyrus der Große hier eine Residenzstadt erbauen ließ. Das Kyrus Grab erinnert wegen seiner Zella mit Giebeldach an ein nordisches Haus.

 

Kyrus Grab in Pasargadae

Mit kleinen Elektrobussen erreicht man den 1,2 km entfernten Residenzpalast mit einer fünf mal sechs Säulenreihen enthaltenden Halle, die von vier Vorhallen umgeben ist. Dieses Bauwerk grenzt an die erste der später oft nachgeahmten, viergeteilten Gartenanlagen. Zu dem Gesamtkomplex gehört auch eine Audienzhalle, wo Reste von Reliefs mit assyrisch beeinflussten Darstellungen von einem Stiermenschen und einer Figur in einem Fischschuppengewand zu sehen sind.

Reliefs mit Stiermenschen und Figur mit Fischschuppengewand

Bei der Rückfahrt zum Eingangstor begegnete ich einer kleinen Reisegruppe aus Italien.

Auf der Weiterfahrt merkte ich die deutliche Temperaturzunahme auf schon 42° um 11 Uhr am Vormittag Die Landschaft veränderte sich nun wieder in eine Talenge, flankiert von weichen Sedimentgesteinen, die Einzelbewuchs an Bäumen ermöglichen.

Landschaft auf dem Weg nach Naqhs-e Rostam

Danach öffnete sich das Tal und Bauern sind mit dem Reisplanzen in der Mittagshitze zu sehen. Nach ca. 80 km von Pasargadae entfernt erreiche ich Naqsh-e Rostam, die Nekrepole der Achämiden. Hier sind die Gräber achämenidischer Könige zu sehen von Darius I (522-486), Xerces I. (486-465), Ataxerxes I. (465-424) und von Darius II (423-404).

Gräber von Naqsh-e Rostam.

Eindeutig identifiziert ist das Felsgrab von Darius I.. Über seiner Grabkammer verkündet eine Inschrift, dass König Darius, der Achämenide, vom großen Gottt Ahura Mazda beauftragt wurde, die Welt zu befrieden. Ferner wird aufgerufen, die Gebote Ahura Mazda einzuhalten mit besonderer Betonung darauf, die Wahrheit zu sagen.

Felsengrab von Darius I.

Am frühen Nachmittag erreichte ich mein Hotel in Persepolis peripher den Zeugnissen des achämenidischen Weltreiches, deren ich anschließend bei einer Tasse Kaffe 2.500 Jahre zurück dachte.

Blick auf Hotelentreè in Persepolis.

Hotelgäste waren iranische Touristen und ein junges japanisches Couple.

1 thought on “Von Isfahan in den Süden nach Persepolis”

  1. Renate Labs sagt:

    Hallo Herr Härle,
    ich habe gerade mit großem Vergnügen “rückwärts” gelesen bis zum Grenzübertritt in den Iran, über den ich mich mit mitteleuropäischer Distanz sehr amüsiert habe, der vor Ort wohl nur mit viel Humor zu ertragen war. Die Fotos aus dem Iran- wunderschön! Ihre Berichte sowie die Erzählungen meines Sohnes bestätigen, dass der Iran durchaus ein attraktives Reiseziel ist mit sehr freundlicher und hilfsbereiter Bevölkerung. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Fahrt und interessante Begegnungen.

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