Menu

Von Täbriz nach Kermanshah

0 Comments

Die Stadtausfahrt morgens um 6 Uhr erwies sich als schwierig und sehr langwierig. Über 20 km wußte ich nie, ob ich noch in die richtige Richtung fuhr, ob ich auf der Autobahn nach Teheran war oder doch erst auf dem autostrassenähnlichen Zubringer nach Sanandaj. Nach einer knappen Stunde war mir klar, ich bin auf der richtigen Straße und der Verkehr nahm ständig zu.

Die Fahrt führte die Kornkammer von West-Aserbaidschan und wird hauptsächlich von Kurden bewohnt, die der sunnitischen Glaubensrichtung angehören.

Hügellandschaft auf dem Weg nach Kermanshah

Kornkammer Westaserbaidschan.

Die landwirtschaftliche Nutzung bringt weiter Erdbeeren, plaumengroße, wohlschmeckende Pfirsiche, Ringlotten und Weinbeeren hervor. Ein Genuß für Gaumen und Ergänzung für den körpereigenen Wasserhaushalt.

Vor Kermanshah verändert sich die Landschaft schlagartig, es bauen sich mächtige, steil aufragende Felsrücken an den Talrändern auf, die Höhen bis ca. 3.500 m erreichen.

Felsenlandschaft auf dem Weg nach Kermanshah.

Nach 11 Stunden Reisezeit kam ich in Kermanshah an und ich suchte nach einem Hotel, das mit einem guten Restaurant um die Ecke im Reiseführer beschrieben wird. Nach langer Irrfahrt und bei 41° fragte ich einen weiteren Polizisten, der daraufhin seinen Gesprächspartner aufforderte bei mir einzusteigen und mich zum Hotel zu lotsen. Eine sehr individuelle spontane und persönliche Reaktion, die ich sehr hoch schätzte und die auch nach 10 Minuten erfolgreich war.

Am Hotel angekommen, war der Eingang mit einem Holzverschlag verschlossen – eine riesige Enttääuschung machte sich bei mir breit. Mein Lotse stieg aus und ich verabschiedetet mich von ihm. Nach kurzer Zeit, ich war noch am überlegen was ich nun machen solle, kam er zurück und setzte sich wieder zu mir ins Auto und ich solle losfahren. Ich fuhr also um den Block und zu meiner großen Überraschung, das Hotel hatte einen 2. Eingang. An der Rezeption wurden wir über dne Zimmerpreis schnell einig und ich konnnte das Auto in der eigenen Hoteltiefgarage parken.

Vernageltes Hoteltor in Kermanshah

Das Abendessen wollte ich in dem beschriebenen Restaurant um die Ecke einnehmen, aber Fehlanzeige. Ich fand ein einfaches, auf Kebabspieße spezialisiertes Restaurant und wählte 5 Spieße, 2 Huhn, 2 Leber und 1 Lamm. Die Spieße wurden vor dem Restaurant auf dem Grill, der auf dem Gehweg steht, gegrillt und nach kurzer Zeit auf Fladenbrot serviert. Dazu gab es eine Dose echter Miranda, mein Gott wann habe ich zuletzt eine Miranda von Pepsi getrunken? Die Fleischspießchen schmeckten lecker, die Leberspießchen waren innen noch etwas blutig aber schön saftig.

Bei meinem Abendspaziergang ließ ich mich von dem Treiben der Stadt und gleichzeitig mit der Ruhe seiner Bewohner einfangen.

Übergroßes Wandgemälde in Kermanshah.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.