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Wieder auf dem Pamir Highway unterwegs

3 Comments

Montagmittag hatte ich mich mit Aidar in der Werkstatt verabredet. Vorher musste ich noch eine Apotheke suchen um einen Riß an der Ferse zu versorgen. Völlig überraschend stieß ich auf meine Freunde Ursula, Janosch und Fabian, die von ihrer einwöchigen Wakhantour zurückkehrten. Die Freude war beidseitig und nach kurzer Diskussion fuhren wir gemeinsam zur Werkstatt. Die Lenkung war ausgebaut und Aidar hatte bereits die Ölleitung zum Lenkgetriebe neu eingeschraubt und mit zusätzlichem Karosseriekleber im Gewinde abgedichtet.

Eine Lösung die ihresgleichen sucht und zunächst Skepsis bei meinen Freunden auslöste. Es stellte sich bei Abwägen der sehr eingeschränkten Möglichkeiten bzw. dem Fehlen notweniger Stoffe und Materialien aber heraus, daß dies die einzige Möglichkeit einer Reparatur war.

Am Abend gegen 18 Uhr war die Reparatur vorläufig abgeschlossen und ich unternahm die erste Testfahrt, die dann ein neues Problem zeigte. Der Motor hatte plötzlich keine Leistung mehr, was die Fahrfreude nach 15 Tage Fahrabstinenz erheblich trübte. Den Grund wollte ich am nächsten Tag mit Aider klären.

Am Abend wurde in der Pamir Lodge mit Bier und Wodka gefeiert, Genug Gründe hatte wir alle allemal.

Dienstagfrüh versuchte ich es mit einer weiteren Testfahrt ob die Lenkung hält. Ich kaufte noch Motoröl zur Reserve und verabschiedete mich dann von den PECTA Mitarbeitern.

Mirzov vor dem PECTA Gebäude, Khorogh.

Hier war die Freude besonders groß, daß ich meine Fahrt fortsetzen konnte. Herr Mirzov war in all den Tagen ein guter Ratgeber und die mir gegenüber erbrachten Leistungen sind mit persönlich und kompetent nur ungenügend beschrieben.

Mit Aidar setzte ich mein Diagnosegerät ein, was aber keinen Aufschluß ergab. Ich fuhr also zur Lodge zurück und Janosch und Fabian kümmerten sich um das Problem. Sehr bald wurde entdeckt, daß der Ladeluftschlauch des Turboladers abgerutscht war. Janosch reparierte fachmännisch und die anschließende Probefahrt bestätigte den Reparaturerfolg.

Janosch und Fabian bei der Reparatur.

In der Werkstatt wurde dann nochmal alles auf Dichtigkeit untersucht und die Abdeckungen montiert. Da die Werkstatt ein Ausbildungsbetrieb der University of Central Asia mit 10 Auszubildenden ist, meinte Aider, daß die Reparatur ein gutes Lehrbeispiel in Theorie und Praxis darstellt, was die Kosten auf ein Minimum reduzierte.

Aider mit seinen Auszubildenden bei der Abschlußsichtung.

Ich schenkte ihm meine Diagnosegerät, was ein herzliches Dankeschön bei ihm auslöste.

Jetzt galt es noch, das Auto einer manuellen Wäsche unterzuziehen um gegen den Staub im Fahrzeuginnern anzugehen und einer Außenwäsche um die Götter im Pamir für die morgige Weiterfahrt gnädig zu stimmen.

Heute Abend wird Abschied gefeiert, da Fabian alleine Richtung Duschanbe weiterfährt während für Ursula und Janosch der Karakorum Highway wartet. Ich werde mich morgen Mittwoch 08.08. dann aufmachen, den zweiten Teil des Pamir Highways kennenzulernen und zu erleben.

 

 

3 thoughts on “Wieder auf dem Pamir Highway unterwegs”

  1. Dominik sagt:

    Freut mich zu hören, dass es endlich geklappt hat und du dich weiter auf den Weg machen kannst. Aber Khorog ist auch ein schönes Fleckchen, was das ganze bestimmt ein bisschen erträglicher gemacht hat.
    Ich drücke die Daumen, dass der Volvo bis nach China ohne große Pannen kommt.
    Viele Grüße aus Khujand

    1. HGZ sagt:

      On the road again seeing places where if´ve never been …….

    2. Plan B – nehme den Pamir als Umkehrpunkt.Alles Gute und eine gute Zeit Johannes

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