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Wo bleibt die Ölwanne?

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Aidar hatte sich sehr hilfsbereit erklärt, er würde auch am Samstag oder dann auch am Sonntag die Werkstatt öffnen um die Montagen durchzuführen. Voraussetzung ist allerdings, daß die Ölwanne wieder hier in Khorogh eintrifft. Das war am Wochenende und auch am Montag nicht der Fall.

Telefonische Kontakte zu der Werkstatt in Dushanbe scheiterten, es war niemand zu erreichen. Der Inhaber würde wohl am Samstagabend nach Deutschland abreisen, wie ich von einem Botschaftsangehörigen letzte Woche erfahren hatte. Die einzige Möglichkeit bestand über die email-Adresse Kontakt mit ihm aufzunehmen. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, war aber sehr vage mit der Formulierung, daß das Teil am selben Tag geschweißt worden sei und dann mit dem Lkw zurückgeschickt worden sei. Die Transportdauer wäre 2-3 Tage länger als mit dem Pkw. Nach dieser ernüchternden Nachricht müßte das Teil, wenn es am Freitag abgeschickt worden wäre, heute am Montag hier in Khorogh eintreffen. Meine Nachfrage wo der Lkw zur Zeit wäre, ist dann spät am Montagabend beantwortet worden, daß er es nicht wisse und der Lkw am Samstag losgefahren sei und dieser dann bis zu einer Woche Zeit benötigt bis er in Khorogh einträfe.

Die Frage am Dienstag war, hat sich der Fahrer gemeldet und wann erreicht der Lkw Khorogh? Beide Antworten bleiben auch bis zum Abend aus. Sicher bleibt die Unsicherheit wie es weitergehen wird.

Mittlerweile kommt auch mein grober Zeitplan für die nächsten 14 Tage ziemlich durcheinander. Ob ich rechtzeitig in Rußland mit meinem Transitvisum einreisen kann, wird immer unwahrscheinlicher, alternative Zeitüberlegungen erübrigen sich im Moment.

Willkommene Kurzweil waren die aufbauenden Gespräche mit Fabian, Janus und Ursula am Wochenende. Ursula und Janus bereisen seit September letzten Jahres mit Ihrem Allrad-Iveco Asien, Fabian mit seinem Allrad-LT hat sich seit einigen Tagen ihnen angeschlossen. Ich erhielt wertvolle Tipps wie die Reise durch Kirgisistan über Usbekistan nach Kasachstan gestaltet werden kann um den Zeitaufwand abschätzen zu können.

Aber auch der Mittwoch brachte keine Veränderung der Situation. Wenn morgen am Donnerstag 02.08. das Teil nicht eintrifft, ist mein Transitvisum für Rußland Makulatur. Dann ist die Rückreise wieder völlig offen, dies auch unter dem Aspekt, da ja das zweite Problem mit der Hydraulik sich noch nicht im Testlauf als gelöst angesehen werden kann.

Das Jahr 2018 ist vom Präsidenten Tadschikistans als das Jahr des Tourismus ausgerufen worden. Insofern kommen die Meldungen über das Morden von vier Fahrradtouristen auf dem Pamir Highway vom 29.07. zur Gänze zur Unzeit und wird dem Tourismus hier nachhaltig schaden. Wer für diese Attacke letztendlich verantwortlich gemacht werden kann, wird meines Erachtens keine Meldung mehr auslösen. Zwei der Täter sind erschossen worden, wieviele insgesamt beteiligt waren, geht aus den Meldungen nicht hervor. Eine innenpolitische Auseinandersetzung kann nicht ausgeschlossen werden.

2 thoughts on “Wo bleibt die Ölwanne?”

  1. Therese Bregel sagt:

    Lieber Johannes,
    seit einigen Wochen verfolge ich deine Abenteuerreise. Viele Berichte und Fotos sind faszinierend und lassen mich in meiner Fantasie auch zu einer solchen Reise aufbrechen. Wenn ich mir aber die Zollsituationen und die Schwierigkeiten mit dem Auto vor Augen führe, würde ich an meine Grenzen stoßen. Umso bewundernswerter, wie du mit den Situationen umgehst. Ich wünsche dir, dass sich das Blatt wendet und du bald mit deinem reparierten Auto die Heimreise antreten kannst mit einer Vielzahl an wunderbaren Eindrücken und Fotos.
    Ich drücke dir die Daumen.
    Liebe Grüße Therese

    1. Liebe Therese, es ist wünschenswert, wenn das Glück am Pamir wieder aufzöge. Herzlichen Gruß Johannes

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